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Geschichte des Schlosses in Tykocin

Die Geschichte des Ortes, in dem wir Euch einladen, begann schon vor fünf hundert Jahren. In dieser Zeit ist hier sehr viel passiert. Das Schloss haben Könige und Gäste aus aller Welt besucht, das Schloss war auch Zeuge von Kriegen- den großen und der Bürgerkriegen. Es hat auch viele Streitigkeiten zwischen den Reichen und große Verrate erlebt. Zweimal wurde das Schloss zerstört – es ist beide Male aus den Ruinen wieder auferstanden. Es hatte auch paarmal eine Bedeutung für die Republik Polen. Aber wir erzählen jetzt alles der Reihen nach.

Der erste historische Eigentümer der Narwischen Insel, da steht heute das Schloss, war eine sehr reiche Familie aus Litauen – Familie Gasztołdow. Sie haben hier eine Holzburg gebaut, die nach einigen Jahren von der neidischen Familie Radziwiłł verbrannt wurde. Familie Gasztołdow hat aber in kurzer Zeit viel mehr verloren - es gab keinen Nachfolger – im Jahre 1542 wurde das Vermögen der Familie an Polen und Litauen übergegeben. Gerade in diesem Moment beginnt die königliche Geschichte dieses Ortes, es erscheint die Gestalt der bekannten Barbara Radziwiłłówna.

Als der junge Zygmunt August den Nachlass von Familie Gasztołdow bekam, beschloss er auf den Ruinen der alten Burg ein großes Schloss aus Backstein zu bauen. Diese Grundstück war umgeben von Wassern und Sumpfen, was ein gutes Schutzsystem war. Der Ort war sehr wichtig, es befand sich da das größte Arsenal Polens des 16. Jahrhunderts, später wurde es weiter entwickelt und ausgebaut. Würden die Nachfolger von Zygmunt August hier ihr Geld investieren, wenn dieser Ort bedeutungslos wäre?

Die polnischen Herrscher haben sehr gerne das Schloss in Tykocin besucht. Zygmunt August, Stefan Batory, zwei Vertreter der Wasa- Dynastie Zygmunt III und Władysław IV, August II („der Starke“ genannt) und sogar der bekannte Zar von Russland- Piotr („der Große“ genannt).

Außer den Besuchen der Herrscher zu ihren Lebzeiten und sogar nach ihrem Tod- fast wie der Wawel- war das Schloss ein Zeuge eines Abenteuers, das ein bedeutendes Ende hatte. Im November 1705, während des nördlichen Krieges kam August II („der Starke“ genannt) nach einer sehr gefährlichen Reise in das Schloss, da wurde er vom Zar Piotr („der Große“ genannt) begrüßt, was für ein Zufall, der Zar hat den polnischen König in einem polnischem Schloss empfangen. Das ist aber nicht alles- gerade zu dieser Zeit, hat August II im Schloss in Tykocin das erste Mal den Orden vom Weißen Adler überreicht – es ist bis heute die älteste und größte polnische Auszeichnung.

Man kann bemerken, dass die Kriege das Schloss nicht umgegangen sind: von der Schwedischen Überschwemmung, den Krieg um die polnische Thronfolge, bis zur Januaraufstand. Es kam zur vier Kämpfen um Tykocin. Was interessant ist – zwei von ihnen haben das Schloss zerstört. Schließlich wurde das Schloss bis zum Jahre 1734 abgetragen und ist nach und nach zur Ruine geworden und in Vergessenheit geraten. Zum Glück dank langen und mühseligen Untersuchungen und den Rekonstruktionsarbeiten, die um die Jahrhundertwende des 20. und 21. Jahrhunderts begannen, können wir heute wieder das westliche und südliche Teil des Schlosses bewundern: den Keller, den wunderschönen Glassaal und den Gefängnisturm.