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Schloss Moschen

Es ist durch 99 Türmer und 365 Räume bekannt. Das Schloss bezaubert Touristen aus Inland und aus Ausland mit seiner Schönheit, märchenhafter Architektur und einer weiträumigen Parkanlage mit jahrhundertealten Eichen und Linden. Bis heute verbirgt es viele Geheimnisse, die auf Entdeckung warten…

Die Geschichte des Schlosses Moschen

Die ältesten Informationen über die Ortschaft Moschen stammen aus dem 14. Jh. In der zweiten Hälfte des 17. Jh. gehörte das Eigentum der Familie von Skall. Im Jahre 1695 hat Ursula Maria von Skall (geborene von Reiswitz) ein Testament errichtet, in dem der Erbe des Eigentums ihr Sohn Wilhelm Leopold wurde. Die Gräfin ist 1725 gestorben und das Eigentum bekam der Vetter – der Graf Georg Wilhelm von Reiswitz, der Hofmarschall Friedrich des Großen. Das Schloss im Barockstil ist wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 18. Jh. entstanden. Es war damals ein kleines Gebäude ohne Seitenflügel. Nach dem Tod von Georg im Jahre 1764 wurde der Besitzer sein Sohn – Heinrich Wenzel. 1771 schied sich die Familie von Reiswitz ohne näher bekannte Gründe mit Moschen. Nach der Versteigerung wurde der neue Besitzer Heinrich Leopold von Seherr-Thoss. In den Händen dieser Familie blieb das Schloss bis 1854, der Graf Karol hat es an Heinrich von Erdmansdorf weiterverkauft. 1866 hat Moschen der Wirtschaftspotentat aus Schlesien – Hubert von Tiele-Winckler gekauft. Der Nachname Tiele-Winckler ist das Ergebnis der Verbindung von zwei Familien – von Tiele und Winckler. Der Oberleutnant Hubert Gustav von Tiele heiratete Valeska Winckler, die Tochter von Maria und Franz Winckler und einzige Erbin des riesigen Eigentums. Das Ehepaar hatte vier Söhne und vier Töchter. Einer der Söhne war Franz Hubert, am 10. März 1857 geboren, der zukünftige Haupterbe. (mehr)

Das Innere des Schlosses

Der Ostflügel bekam das repräsentative Äußere, wo Türmer, Türmchen, Erker und zahlreiche architektonische Details dominierten. Bis heute wird dieses Teil des Schlosses am häufigsten ausgestellt, dessen Aussehen an Erzählungen über die märchenhafte Residenz erinnert. Die Außenwände dieses Teils wurden aus Ziegel und aus Sandstein errichtet. Der ganze Westflügel wurde von außen mit dem Material in der Form des unbearbeiteten Steins geschmückt. In diesem Teil befanden sich Esszimmer mit dem Salon, Arbeitszimmer des Grafs, Galerie, Kapelle und ein schöner Flur – Treppenhaus. Dieses Raum, vom Wilhelm Kimbl projiziert, sollte den arkadenförmigen Kreuzgang, der das ganze Raum herumläuft, besitzen. Dieses Projekt wurde aber nicht vom Franz Hubert akzeptiert, aber die letzte Version des Raums gehört zu den schönsten Sälen unter den schlesischen Residenzen. Vor dem Treppenhaus kann man zum Esszimmer und Ballsaal gehen. Im weiteren Teil des Raums befindet sich der Durchgang zum Palmenhaus. Aus dem Prachttreppenhaus kann man zum Holzkreuzgang auf dem ersten Stock kommen. Davon führten die Flure u. a. zum Arbeitszimmer des Hausherrn, zur Galerie mit Gemälden, zur Bibliothek und auf höhere Etagen des Turms.

Der erste besprochene Saal ist die ehemalige Galerie, wo heutzutage zahlreiche, vom Schloss organisierte Ausstellungen stattfinden. Bis heute überdauerte die schön verzierte Zimmerdecke, wo sich in der Mitte ein Glasplatz befindet, das das ganze Zimmer erhellt und die verzierte Tür mit dem Portal, die zu den früher erwähnten Sälen führt. Einen großen Eindruck macht Loggia über die westliche Tür und mysteriös verzierter Deckerahmen, wo in den Ecken die Wappen der Familie von Tiele-Winckler zu sehen sind. Die Tür unter der Loggia führt durch den Flur zu dem repräsentativsten Raum im Schloss, zu dem sogenannten Herrnzimmer. Nach dem Eingang zum Saal kann man den Eindruck haben, dass wir in einem Saal sind, aber ein paar Meter weiter sieht man den zweiten Saal, der vertikal zu dem ersten Saal liegt. Das ist ein großes Glück, dass diese Sälen in solch einem Zustand bis heute überdauerten. Wunderschöne Zimmerdecken, Kamine, Wände, Marmorsäulen, Glasfenster und phantasievoll verzierte Tür zum Saal geben die Märchenhaftigkeit des Westflügels des Schlosses wieder. Im Arbeitszimmer spürt man es, dass es ein repräsentativer Saal ist. Schon zweiflügelige Tür mit dem gehauten Portal macht einen imposanten Eindruck. Die Säulen des Portals sind mit dem Weinstock mit Trauben, Putten und dem Engelkopf verziert. Rechts befindet sich ein Marmorkamin. Gegenüber befindet sich ein Spitzbogenfenster, das ein Glasfenster schmückt. Das Glasfenster stellt eine Frau und einen Mann in der Renaissancekleidung dar. Es spielt an Jagdszenen an, weil die Frau einen Raubvogel und der Mann die Flinte hält. Unten ihnen, zwischen dem Glasfenster mit Blumen, bemerkt man zwei Engel mit dem Unterschrift, die über dem Autor (A. Luthi, FRTaM, also Frankfurt am Main) und über das Datum, wann der Auftrag ausgeführt wurde, informiert (1900). Früher, ganz neben dem Fenster hing ein Gobelin mit der grotesken Jagdszene, heute steht dort ein langer Schrank, der aus der Bibliothek übertragen wurde. In der linken Ecke des Raums befindet sich der Ausgang zum Balkon. Und dort, im oberen Teil des Fensters sieht man eine Jagdszene, wo der Jäger mit dem Hund ein fliehendes Wildschwein verfolgt. Darüber sieht man die Wappen, ein von ihnen gehört zu der Familie von Tiele-Winckler. Das Ganze ergänzen Eichenblätter.

Endlich kommen wir zum Hauptteil, also zum sogenannten Herrnzimmer. Große Marmorsäulen und Holzstreifen an der Zimmerdecke machen den Eindruck, dass man durch die Pforte auf die höhere Etage kommen kann, was auch im weiteren Teil des Zimmers gemacht wurde. Früher war es das Arbeitsplatz von Franz Hubert. Unter dem Fenster befand sich ein großer Schreibtisch. Auf dem Schreibtisch standen die Fotos der Eltern von Valeska und Hubert, die Fotos der Kinder und der Ehefrau. Man konnte dort einen Stapel Formulare, Telefon und Tintenfass mit Feder finden. Neben dem natürlichen Licht und der Hauptbeleuchtung, hing über dem Schreibtisch eine Lampe. Gegenüber dem Fenster hingen Wandteppiche und neben dem Couchtisch stand ein prachtvoller Globus. Heute stehen dort Glasschränke aus der ehemaligen Bibliothek. Rechts bei dem Eingang befindet sich eine Nische, wo das zweite Kamin platziert wurde. Innen findet man eine alte gusseiserne Platte, die die Feuerstelle abgrenzt. Über den Kamin hängt ein Spiegel mit dem schön verzierten Rahmen, ähnlich wie die Tür. Früher stand dort ein bequemes Sofa und ein kleiner Tisch. Neben der Tür befand sich der Flur, der zum Apartment des Grafs führte. Ganz nebenan befand sich ein kleines Bad, wo man sich bis heute originelle Kachel und ein paar Elemente der Badezimmerarmatur anschauen kann. Durch den Flur kann man von dem Herrnzimmer zu der ehemaligen Bibliothek kommen. Auf dem Weg sieht man hinter dem Fenster Arkadengalerie des Kreuzgangs, die auf die Terrasse hinausgeht. Von außen kann man ihre Einzigartigkeit in aller Pracht bewundern. Die ehemalige Bibliothek macht nicht so großen Eindruck wie früher. Von vergangener Herrlichkeit zeugt nur die beschädigte Holzdecke. Früher standen in diesem Raum hohe neogotische Glasschränke, die zum Herrnzimmer übertragen wurden. Zwischen den Fenstern stand ein massiver Schreibtisch, wo auch die Lampe hing. Über dem Schreibtisch hing auch das Gemälde von Franz Hubert mit seinem beliebtesten Pferd. Das Ganze ergänzen ein paar Sessel mit einem Tisch.

Unter dem Herrnzimmer befand sich die Schlosskapelle. Heutzutage spielt sie die Rolle eines Konzertsaals. Wir gehen zum mittleren Teil des Schlosses zurück, das in der ersten Phase des Baus renoviert wurde. Hier kann man Rokokozimmer, anders auch als Pfausaal genannt, bewundern. Der Name des Zimmers leitet sich von der Verzierung her, die man gleich über die Haupttür sieht. Im Saal überwiegen die Farben Weiß und Gold. Das Zimmer ist sonnig, weil die Fenster auf südliche Seite ausgehen. Im Stuck kann man die Wappen der Familie Tiele-Winckler finden. Im Schloss funktionierte der Fahrstuhl. Und das war keine zeitgenössische Einrichtung. Das war ein Fahrstuhl, wo vier oder mehr Personen Platz finden konnten, wie auf dem Tafel geschrieben wurde – bis 300 kg. Der Fahrstuhl wurde von der Firma Unruh & Liebig aus Leipzig hergestellt und montiert, die auf dem Markt in den Jahren 1887-1945 tätig war. Die Zeit der Montage kann man zu den Jahren 1899-37 beschränken, weil damals die Besitzer von Unruh & Liebig auch Miteigentümer der Firma Peniger Maschinenfabrik und Eisengießerei AG wurden, die man auch auf der Tafel am Fahrstuhl erwähnte. Auch im westlichen Flügel befand sich der Fahrstuhl aus dem Jahr 1913, aber er wurde durch eine neue Einrichtung in den 60-igen Jahren des 20. Jh. ersetzt.

Heute auf dem Gebiet des Schlosses befindet sich ein Hotel, das dank seinem Qualität und Charme zum Aufenthalt in diesem hervorragenden historischen Objekt ermuntert.

Besichtigung des Schlosses

Die Besichtigung des Schlosses für individuelle Touristen mit dem Führer findet an bestimmten Stunden statt:

Von Montag bis Freitag: 13:00, 14:00, 15:00, 16:00.
 
Von Samstag bis Sonntag: 11:00, 12:00, 13:00, 14:00, 15:00, 16:00. (im Mai und im Juni zusätzlich: 11:30, 12:30, 13:30, 14:30, 15:30, 16:30)
 
In außergewöhnlichen Situationen können die Besichtigungsstunden geändert werden.
 

Die polnische Version bearbeitet von Marek Gaworski