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Geschichte des Arundel Castle

Dieses ausgezeichnete Schloss, das in einem seltsamen Ort mit dem Blick auf den Fluss Arun in West Sussex gelegen ist, ist fast 1000 Jahre alt. Es wurde Ende XI Jahrhundert von Roger de Montgomery, den Grafen von Arundel erbaut. Das älteste Element des Schlosses ist Motte - ein künstlich angelegter Erdhügel, der über 30 Meter hoch ist. Er wurde 1068 gebaut, wenn man seit dem trockenen Burggraben zählt: und dann das 1070 errichtete Portal. Der König, Heinrich I (1133-89) spendete das Schloss seiner zweiten Ehefrau Adeliza aus Louvain als eine Mitgrift. Drei Jahre nach dem Tod des Königs heiratete sie William d'Albini II, der den Erdhügel mit dem Steinmauer befestigte. Der König Heinrich I (1133-89), der zur Errichtung des ältesten Steinteiles des Schlosses überwiegend beitrug, bestärkte 1155 William d'Albini II als den Grafen von Arundel, indem er ihm alle Würde mit dem Schloss verleihen hat.

Ausgenommen den sporadischen Rückkehren zur Krone, war das Schloss Arundel unmittelbar ab 1138 bis zur Neuzeit durch weibliche Linie geerbt, von Geschlecht d'Albini bis Geschlecht Fitzalan im XIII Jh. später von Fitzalan bis zur Familie Howard im XVI Jh., als es für 850 Jahre der Wohnsitz des Herzogs von Norfolk und seiner Nachfolgen wurde. Von XV Jh, bis zum XVII Jh. spielte das Geschlecht Howard die grundlegende Rolle in der Geschichte von England, angefangen von Rosenkrieg, durch die Herrschaft des Geschlechtes Tudor, bis zum Bürgerkrieg. Die berühmtesten Vertreter des Geschlechtes Tudor sind der zweite Herzog von Norfolk (1443-1524), der Sieger aus Flodden, Lord Howard aus Effingham, der zusammen mit Sir Francis Drake französische Flotte zurückgeschlagen hat, Graf Surrey, ein Dichter und Tudors Höfling und der dritte Herzog von Norfolk (1473-1554), Onkel von Anne Boleyn und Catherine Howard, zwei Ehefrauen von König Heinrich VIII (1491-1547).

Die Familie Howard erfuhr auch politisch gefährliche Zeiten: Der Herzog „Dichter“ wurde 1547 verloren, der dritte Herzog von Norfolk entging die Todesstrafe nur deswegen, dass König Heinrich VIII in der Nacht vor der Hinrichtung starb, und der vierte Herzog von Norfolk (1536-72) wurde wegen der Verschwörung mit Maria I Stuart, Schottlands Königin, geköpft. Das Haus Howard hat unter seinen Nachkommen zwei Kardinalen und einen Heiligen, Filip Howard, den dreizehnten Herzog von Arundel (1557-95), der wegen des Glaubens in Londoner Tower starb. Zur Abwechslung bedanken wir seinem Sohn, dem Vierzehnten Grafen (1585-1646), der „Sammler“ genannt wurde, nach seinen Beinamen viele der Reichtümer, die man bis heute bewundern kann. Alle Spuren der Geschichte können im Schloss bemerkt werden, das faszinierende Sammlung von schönen Möbeln (die ältesten stammen aus dem XVI Jh.), Gobelins, Uhren und Porträts, die von Van Dyck, Gainsborough, Mytens, Lawrence, Reynolds, Canaletto und anderen großen Künstlern aufgeführt wurden, enthält. Auf der Ausstellung befinden sich auch persönliche Andenken von Maria I Stuart, als auch die Sammlung von historischen, religiösen und Familiengenständen, die mit den Herzogen von Norfolk verbunden sind.

In der Zeit des Bürgerkrieges (1642-45) wurde das Schloss während zweier Belagerungen erheblich beschädigt. Zuerst von den Anhängern des Königs, die die Kontrolle übernehmen wollen, und dann durch die Parlamentsstärke, die von William Waller geführt wurden. Bis 1718 wurden keine Renovierungsarbeiten gemacht, erst Thomas, der achte Herzog von Norfolk (1683-1732), machte gewisse Reparaturarbeiten. Charles Howard, der elfte Herzog von Norfolk (1746-1815), den Nachfolgern als betrunkener Herzog bekannt und als der Freund von Herzog Regent, durchführten weitere Arbeiten am Wiederaufbau des Schlosses.

Die Königin Viktoria (1819-1901) kam hier 1846 aus dem Haus Osborn zusammen mit ihrem Ehemann, Herzog Albert, für drei Tage an. Speziell für diese Gelegenheit wurden die Möbel zum Schlafzimmer und zur Bibliothek gemacht, mit dem Schaffen von diesen Möbeln beschäftigte sich der führende Möbelarchitekt aus London. Auch im speziellen Auftrag des dreizehnten Herzogs von Norfolk wurde 1843 von William Fowler das Porträt der Königin gemalt.

Der aktuelle Stand des Gebäudes bedankt viel Heinrich, dem fünfzehnten Herzog von Norfolk (1847-1917), zu dessen Lebzeiten 1900 der Renovierungsentwurf des Schlosses abgeschlossen wurde. Dies war eines der ersten Güter, das mit Licht, Brandschutzeinrichtungen, Aufzüge für den Dienst und Zentralheizung ausgestattet wurde. Das Schloss wurde , so wie die Stadt, in Wasser gravitationsweise versorgt. Die Anlage der Elektrik kostete 36,000 £, aber für den herrlich behauten Kamin im Wohnzimmer gab man nur 150 £ aus!